Wie sieht es mit dem Gerinnungs-Selbstmanagement in Fernost aus?

Dieser Frage gingen wir nach auf verschiedenen Veranstaltungen in Peking und Seoul im Juni 2010. Auf dem "Asia Pacific Cardiology Forum" in Peking wurde uns die Gelegenheit geboten, den dort teilnehmenden Ärzten während eines Vortrags die Gerinnungshemmung aus Sicht des Patienten vorzustellen.

Außerdem hatten wir die Möglichkeit, auf dem Weltkongress der Kardiologie in Peking auf unserem ISMAAP-Stand mit Kardiologen aus aller Welt in Kontakt zu treten. Hier stießen wir oftmals auf Unverständnis, Patienten die Verantwortung zu übertragen, INR-Werte selbst zu bestimmen. Es bedarf noch viel Aufklärungsarbeit – nicht nur bei der Ärzteschaft. Hinderungsgründe liegen vor allem im persönlichen und sozialen Umfeld der Patietnen. Auch die Gesundheitswesen der einzelnen Länder spielen eine große Rolle.

In Seoul (Korea) ist man schon ein Stück weiter. Hier haben engagierte Patienten einen Club gegründet mit dem Ziel, anderen Patienten Unterstützung in Fragen der Gerinnungshemmung anzu bieten.

Christian Schaefer (Jan. 2011)

Auf einer Talkrunde vor 30 Journalisten aus China diskutierten (v.l.n.r.) Prof. Dr. med. Da Yi Hu (Präsident der chinesischen Gesellschaft für Kardiologie), Prof. Dr. med. Marcel Levi, Amsterdam, Prof. Dr. med. James Januzzi, Boston, und Christian Schaefer, wie man die Situation antikoagulierter Patienten verbessern könnte.