Genf, 10.7.2007/CS) XXI. Kongress der internationalen Gesellschaft für Thrombosis und Haemostasis (ISTH)


Das internationale ISMAAP/ISMAA-Symposium zum Thema „Leben mit Gerinnungshemmern“ fand großes Interesse bei den teilnehmenden Ärzten aus aller Welt. Mehr als 400 Ärzte aus den Bereichen Labormedizin und Transfusionsmedizin verfolgten mit großem Interesse das einstündige Symposium auf dem Kongressgelände Palexpo, Genf.
Prof. Dr. Frits R. Rosendaal, Leiden/Niederland, sprach über die Wirksamkeit und Sicherheit der Langzeit-Einnahme von Gerinnungshemmern. Das genaue Einhalten des therapeutischen INR-Zielbereichs kann verbessert werden durch das Selbstmanagement. Ein weiterer Pluspunkt sei eine verbesserte Beziehung zwischen Arzt und Patient.
Dr. med. Hannelore Rott, Duisburg/Deutschland, zeigte in ihrem Vortrag, dass das INR Selbstmanagement auf lange Sicht nicht nur kostengünstiger für die Krankenkasse sei sondern auch den antikoagulierten Patienten einen stabileren INR ermöglicht und somit sich die Raten an Blutungen und/oder Thrombembolien verringere.
Eve Knight, Bromley/Großbritannien, schilderte eindrucksvoll mit welchen Problemen antikoagulierte Patienten in Großbritannien zu kämpfen haben. Die zeitaufwändigen Kontrollen, die für manche Patienten fast einen Tag in Anspruch nehmen, verleiten die Patienten den INR-Wert in größeren Zeitabständen kontrollieren zu lassen. Was zur Folge hat, dass sich die Rate an möglichen Blutungen und/oder Thrombembolien erhöht. Auch wenn die Teststreifen mittlerweile von den Kassen bezahlt werden, so müssen die Kosten für den Gerinnungsmonitor selbst getragen werden. Und das kann sich nicht jeder leisten.

Oberes Bild: (von links nach rechts) Prof. Dr. F.R. Rosendaal, Eve Knight, Prof. Dr. Marcel Levi, Dr. H. Rott

Bild Mitte: (von links nach rechts) Prof. Dr. Marcel Levi, Chr. Schaefer, Prof. Dr. F.R. Rosendaal, Eve Knight

Bild unten: Der gut besuchte ISMAAP-Stand auf dem ISTH. Hier waren alle 10 nationale Patienten-Vereinigungen (antikoalgulierter Patienten) vertreten.