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Schon geimpft?

Liebe Leserin, lieber Leser,
haben Sie in letzter Zeit in Ihren Impfpass geschaut? Sie sollten es tun, denn Sie werden feststellen, wie schnell die Zeit vergeht und das möglicherweise Auffrischungs-Impfungen fällig werden. Alle 10 Jahre sollte die Diphtherie- und Tetanus-Schutzimpfung wiederholt werden und jährlich die Grippe-Schutzimpfung. Der Beste Zeitpunkt  hierfür ist der herbst. Achten sollten Sie auf das „Wie“ des Impfens, denn für uns Patienten, die Gerinnungshemmer einnehmen, gilt: Die Impfung hat flach (subcutan) unter die Haut zu erfolgen. (S. Rubrik Impfen).
Bei Auslandsaufenthalten empfiehlt es sich, sich zusätzlich gegen Hepatitis A impfen zu lassen.
Mit dem Alter gewinnt eine weitere Schutzimpfung an Bedeutung und zwar die Pneumokokken-Impfung (Auffrischung alle sechs Jahre). Wer über 60 Jahre als ist, sollte sich von seinem Hausarzt beraten lassen.
Die für uns oftmals notwendige Endokarditis-Prophylaxe und die damit verbundene Antibiotika-Einnahme kann mögliche Antibiotika-Resistenzen bewirken. Zum anderen nehmen im Alter die körpereigenen Abwehrkräfte ab und bieten den Pneumokokken-Bakterien und Grippe-Viren eine zusätzliche Angriffsfläche. Bestehen zudem noch Herzerkrankungen, kann eine erworbene Lungenentzündung schwerwiegende Folgen haben.
Die dunklen, nassen und kalten Monate nahen, Grund genug darüber nachzudenken, wie ich am besten diese Jahreszeit gesund überstehe.
60plus heißt die Impf-Offensive. Der linke Arm für die Grippe-Schutzimpfung und der rechte Arm für die Pneumokokken-Impfung.
Ich habe mich impfen lassen und Nebenwirkungen nicht bemerkt. Irgendwie fühle ich mich sicherer.

Herzlichst Ihr Christian Schaefer

(Juli 2007)